Viertes Gipfeltreffen von TU Austria und der TU9-Allianz in Berlin
Berlin, 17. Juli 2026
Die TU9-Allianz lud in ihrem Jubiläumsjahr am 16. Juli 2026 das TU Austria-Präsidium zum persönlichen Austausch nach Berlin ein. Treffpunkt war das Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data (BIFOLD) an der TU Berlin. Die beiden Allianzen repräsentieren führende Universitäten in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften in Deutschland und Österreich. Im Fokus der Tagung standen der Austausch mit MINT-Studierenden, Themen rund um Future Engineering & AI sowie Innovation- und Startup-Ecosystems der Technischen Universitäten in beiden Ländern. Diskutiert wurden Zukunftsperspektiven und gemeinsame Gestaltungsmöglichkeiten mit Vertreter*innen von Studierendenschaften und Ausgründungen beider Allianzen.
Die beiden TU9-Co-Präsident*innen, Präsidentin Angela Ittel und Rektor Peter Middendorf, betonen: „Der strategische Austausch von Perspektiven und Erfahrungen über Ländergrenzen hinweg ist eine große Bereicherung für den europäischen Forschungsraum. Der konstruktive Dialog mit Partnern und Gästen über aktuelle Herausforderungen, liefert wertvolle Impulse für die zukünfige Ausrichtung unserer Universitäten. Dies wurde auch deutlich bei der Diskussion über Startups und Innovationen mit den eigens angereisten Entrepreneur*innen aus unseren Universitäten, die ihre Erfahrungen und Perspektiven als Gründer*innen eingebracht haben. Die Impulse werden wir mit den Mitgliedern in der TU9-Allianz aufnehmen und in der Kooperation mit der TU Austria weiterverfolgen.“
TU Austria-Präsident Rektor Horst Bischof und -Vizepräsident Rektor Jens Schneider resümieren unisono: „Der kollegiale Austausch über u.a. die Veränderung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft durch KI, aktuelle Themen im Bereich der MINT-Studien sowie den Fachkräftemangel im MINT-Bereich, vor allem im Umfeld drohender Budgetkürzungen bei den Universitäten waren von enormem Mehrwert. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass die Studierendenverteter*innen aus Österreich und Deutschland angereist sind, um die Anliegen der Studierenden in die Diskussion zum Thema MINT-Studien einzubringen. Wir danken ihnen und vor allem den Kolleg*innen der TU9-Allianz und der TU Berlin für die Gastfreundschaft. Wir gratulieren der TU9-Allianz sehr herzlich zum 20-jährigen Jubiläum und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen in Österreich!“
Die Diskussion zum Thema MINT-Studierende, Future Engineering und AI wurde durch Impulse von Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß, ehemaliger Vizepräsident für Studium & Lehre an der TU Berlin und von Präsident TU Austria und Rektor der TU Graz, Univ.-Prof. Horst Bischof, eingeleitet. Die studentische Perspektive wurde durch die Studierendenverteter*innen Astrid Albrecht-Kramreiter (TU Wien), Lucie Bierstedt (TU Braunschweig), Moritz Jahn (TU Dresden), und Lucia Logar (Universität für Bodenkultur Wien) eingebracht. Alle waren sich einig, dass dieser erfolgreiche Auftakt des wechselseitigen Austausches auf jeden Fall fortgesetzt werden sollte. KI verändert nicht nur das Lernen, sondern auch die Lehre und fordert traditionale Lehrformate heraus. Gerade deshalb kommt der Vermittlung transversaler Kompetenzen eine stärkere Bedeutung zu. Die Studierenden sprachen sich zudem dafür aus, dass gerade im Grundstudium allgemeine Inhalte über die Studiengrenzen hinweg gemeinsam unterrichtet werden.
Die Potenziale der Innovations- und Start-up-Ecosystems der Technischen Universitäten standen im Zentrum des zweiten Themenblocks. Den einführenden Impulsen von Prof. Dr. Jens Schneider, Vizepräsident von TU Austria und Rektor der TU Wien, und Prof. Dr. Arno Kwade, Vizepräsident Innovation und Transfer, TU Braunschweig, folgte eine Diskussion mit Vertreter*innen verschiedener Ausgründungen der TUs: Dipl.-Ing. Lukas Helminger, CEO von TACEO, Michele Buttazzoni, CTO von inSilico Physics, Dr. Rhea Machado, CEO von Porelio und Christopher Kebschull, CTO von Okapi Orbits, brachten ihre Erfahrungen und Perspektiven aus Sicht von Start-ups ein, die aus der Wissenschaft mit Unterstützung der TUs gegründet wurden. In einem nächsten Schritt sollen nun best practice Modelle wechselseitig ausgetauscht und die Startup-Ökosysteme der beiden Allianzen noch besser miteinander vernetzt werden.
Die Allianzen TU9 – German Universities of Technology e.V. und TU Austria tauschen sich seit 2015 regelmäßig aus. Gemeinsame Vernetzungstreffen und Veranstaltungen fanden bereits 2015 in Darmstadt, 2016 in Wien und 2022 in Wien statt. Anfang März 2026 veranstalteten die beiden Allianzen gemeinsam eine hochkarätige Paneldiskussion zum kommenden mehrjährigen Finanzrahmen (MFF) der Europäischen Union in Brüssel.
Über TU9
TU9 ist die Allianz führender Technischer Universitäten in Deutschland: RWTH Aachen, Technische Universität Berlin, Technische Universität Braunschweig, Technische Universität Darmstadt, Technische Universität Dresden, Leibniz Universität Hannover, Karlsruher Institut für Technologie, Technische Universität München und Universität Stuttgart.
TU9-Universitäten übernehmen in besonderer Weise Verantwortung für die Produktiv- und Innovationskraft unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Sie gestalten die Zukunft mit, u. a. durch Beiträge zur Digitalisierung sowie zur Energie- und Nachhaltigkeitswende. Hierzu verbinden sie ihre spezifische Expertise in der Grundlagenforschung, insbesondere in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, mit anwendungsorientierter Forschung und Innovation. TU9-Universitäten genießen weltweit einen hervorragenden Ruf als renommierte Forschungs- und Lehreinrichtungen. Sie bilden herausragenden Nachwuchs für Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung aus, pflegen hochkarätige internationale Netzwerke und vielfältige Kooperationen mit der Wirtschaft. Dadurch sind sie ein wesentliches Element des Wissenschafts- und Innovationsstandortes Deutschland.
Über TU Austria
Die TU Austria ist die 2010 von der Technischen Universität Wien, der Technischen Universität Graz und der Montanuniversität Leoben gegründete Allianz der technischen Universitäten Österreichs. Seit 2025 verstärken die Universität für Bodenkultur Wien, die Technisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz und die Fakultät für Technische Wissenschaften der Universität Innsbruck die TU Austria als assoziierte Mitglieder.
Unter dem Motto „feel. tech. europe.“ bündeln die Universitäten der TU Austria ihre Kräfte und nutzen Synergien, um in Forschung, Lehre und Hochschulpolitik gemeinsam mehr zu erreichen und mit ihrer gebündelten Expertise als verlässlicher Partner für Industrie und Wirtschaft aufzutreten. TU Austria ist ein starkes, international vernetztes Forum und steht für exzellente Wissenschaft, wirtschaftliche Relevanz und nachhaltige Entwicklung in Österreich.
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